Sonntag, 28. Juni 2015

DRESDEN. NEUSTADT.


Pegida, Fremdenfeindlichkeit - wer an die Stadt Dresden denkt, dem kommen seit einigen Monaten wahrscheinlich genau diese Begriffe in den Sinn. Dabei gibt es vor allem einen Stadtteil in Dresden in dem es bunter, offener und toleranter nicht sein könnte: die Neustadt. Eine Mischung aus Schanzenviertel (Hamburg), Friedrichshain (Berlin) und dem "Viertel" (im "Norddeutsch-Slang": Viddel) in Bremen - so ungefähr würde ich es beschreiben. Die Häuserwände sind besprayt, ein wunderschönes Café jagt das Andere und natürlich (wie es sich heute für ein alternatives Viertel gehört) kommen hier auch Vegetarier und Veganer voll auf ihre Kosten. Ein Aspekt den ich besonders für eine meiner Freundinnen betone, denn damit habe ich sie bestimmt direkt an der Angel.


Was bei einem ausführlichen Neustadt-Bummel auffällt, die Neustädter sind nicht nur gern mit dem Fahrrad unterwegs, sie bekommen auch ziemlich gerne Kinder. Noch nie hab ich so viele kugelige Bäuche und gefüllte Kinderwagen gesehen. Die oft auffallend jungen Eltern (ich spreche natürlich von Menschen in ihren Zwanzigern und nicht von 14-jährigen) sind gern auch schon mit zwei oder drei Kindern unterwegs. Tja, während der deutschen Politik im Angesicht des demographischen Wandels die Beine bibbern, scheint sich die Fruchtbar- und Paarungswilligkeit in der Dresdener Neustadt eingenistet zu haben. Aber kommen wir zurück zum Thema: meine Neustadt-Tipps.

Mittwoch, 24. Juni 2015

VON ZUFÄLLEN UND EINER MITFAHRGELEGENHEIT.

Mitfahrgelegenheiten halte ich für eine gute Sache: Fahrer und Mitfahrer sparen beide Geld und es springt vielleicht noch eine interessante Bekanntschaft dabei heraus. Trotzdem habe ich es erst vor kurzem gewagt meinen Allerwärtesten in so eine neumodische Fahrgemeinschaft zu verfrachten. Der Bahnstreik war schuld. Für eine bekennende Schissbuchse (Pfefferspray stand natürlich ganz oben auf meiner Packliste) wie mich, stand also ein neues Abenteuer bevor. 

Nachdem meine erste Anfrage an ein junges Pärchen erfolglos blieb, wurde ich "mutiger" und buchte mich bei einem 64-Jährigen Berufsfahrer ein. Geschafft! Der Platz gehörte mir. Um es an dieser Stelle etwas abzukürzen: letztendlich sagte mir der Herr ab und ich landete doch beim jungen Pärchen im silbernen Golf. 

Am Abfahrtstag treffe ich also in Berlin auf meinen Fahrer Alex*, seine Freundin Bianca und einen weiteren Mitfahrer Thorben. Es sollte nach Dortmund gehen. Ich: in Bochum lebend, in Dortmund studierend und in Iserlohn arbeitend. Treffe auf Alex: wohnt in Dortmund, studiert in Iserlohn (nicht gerade DIE Stadt der Wahl, wenn es ums studieren geht, also wirklich ein lustiger Zufall) und: wir studieren auch noch das Gleiche.  

Das war aber noch nicht alles. Mitfahrer Tom - in Bochum lebend, Mitglied bei den Pfadfindern und von Beruf Tourmanager - stellte im Gespräch mit Bianca fest, dass sie ebenfalls bei den Pfadfindern ist und die beiden eine bestimmte Exfreundin eines gemeinsamen Bekannten kennen. Oder zumindest so ähnlich. Es war jedenfalls ziemlich abgefahren und jeder stellte sich die Frage: was ist der Pott eigentlich für ein Dorf? Betrachtet man Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte sprechen die Fakten eigentlich eindeutig gegen diese Bezeichnung. Naja. Zufall eben. 

So saß ich also in meiner ersten Mitfahrgelegenheit und fragte mich, was mir das Schicksal mit dieser Zusammenkunft sagen wollte und hörte mir Geschichten aus dem Alltag eines "pfadfindernden" Tourmanagers an. Der sonnenbebrillte Thorben (nein, die Sonne schien nicht wirklich ins Auto) erzählte mit einer gewissen Großspurigkeit von Drogen, Prostituierten, Alkoholexzessen, irgendwelchen blutigen Kämpfen in Bochum (man lernt nie aus über seine Heimatstadt) und viel über Musik. Wir hörten zu. Eine gewisse Faszination für diese Geschichten konnte keiner abstreiten. 

Dementsprechend schnell verging die Zeit und wir erreichten das Ziel. Ein Händedruck, ein Danke und schon war es vorbei, das kleine Abenteuer Mitfahrgelegenheit. Thorben nahm ich übrigens noch mit nach Bochum, sein Auto wartete praktisch direkt vor meiner Haustür auf ihn. Was soll ich sagen? Zufall eben. 


*Namen sind geändert


Samstag, 16. Mai 2015

BERLIN.

Weiter geht es mit einer ebenso großen und inspirierenden Stadt: Berlin. Gefühlte hundert Viertel und Kieze gibt es hier zu entdecken. Und obwohl ich noch lange, lange nicht alles (und ich bezweifle auch das dies überhaupt möglich ist) gesehen habe, besuche ich doch gern ganz bestimmte Lieblingsplätze und Orte. Und genau diese teile ich liebend gern mit euch...


Dienstag, 5. Mai 2015

LONDON.

Früher bedeutete London für mich vor allem eins: SHOPPING. Mittlerweile fahre ich jedes Jahr mindestens einmal in die britische Hauptstadt einfach nur um dort zu sein. Ich liebe das Gefühl in London. Die vielen Menschen, die Tube, die Anonymität. Es gibt unglaublich viel zu gucken, zu bummeln. Beim letzten Trip habe ich tatsächlich lediglich einen neuen Schal mit nach Hause genommen, mein Geld habe ich viel lieber für die besten Falafel der Welt, leckere "Pret A Manger"-Sandwiches und Cider ausgegeben.



#ESSEN

Wenn ich von den leckersten Falafeln der Welt spreche, dann  - zumindest wenn es um meinen Geschmack geht - meine ich Pilpel. Vier kleine Läden gibt es bis jetzt in London, ich bevorzuge den beim Spitalfield Market. 



Die Schlange reicht oft bis weit über die Straße, gerade zur Mittagszeit. Aber das Warten ist gar nicht so schlimm, denn regelmäßig werden frische, knusprige Falafelbällchen draußen verteilt. Ich freue mich jetzt schon auf meine nächste Falafel-Tasche.

Adresse: 
38 brushfield street
london, e1 6at


Da ich leckeres Essen als meine große Leidenschaft bezeichnen würde, bleibe ich direkt mal beim Thema. Jetzt geht es aber um die weniger gesunde, dafür aber genauso köstliche Variante: Burger. Unglaublich viele habe ich in London noch nicht gegessen, einen möchte ich mir beim nächsten Mal aber direkt wieder gönnen: einen Cheeseburger bei Shake Shack in Covent Garden. Einfach nur Leeeckkker!


Adresse:
24, Market Building, The Piazza
Covent Gardeb, London WC2E 8RD


Mein dritter kulinarischer Tipp befindet sich wieder in einem anderen Viertel von London. DEM aktuellen Trendviertel überhaupt - die Brick Lane. Neben nicht endender modischer Inspiration und tollen Vintageshops, bieten dort auch verschiedene Food Trucks ihr Essen an. Wir sind beim Letzten Mal einem Burger mit Pulled Pork und Barbecue-Soße verfallen, es gab aber auch italienisches oder indisches Essen. Am Wochenende findet an der Brick Lane auch ein überdachter Food Market statt, bei dem es sich ebenfalls lohnt vorbeizuschauen. Leider habe ich hierzu keine genauen Ortsangaben und Öffnungszeiten, aber beim Erkunden des Viertels, solltet ihr früher oder später sowieso über die leckeren Angebote stolpern.





#FÜR DIE NACHT

So oft war ich jetzt schon in London, trotzdem habe ich noch kein Hotel, kein Hostel ein zweites Mal gebucht. In London eine günstige Übernachtungsmöglichkeit zu finden, die dann auch den eigenen Vorstellungen von einem "Preis-Leistungs-Verhältnis" entspricht ist nicht einfach. Mittlerweile gibt es aber zwei Unterkünfte die ich bedenkenlos weiterempfehlen würde.

Das St.James Backpackers Hostel befindet sich in einem sehr schönen alten Haus und in einer perfekten Lage. Der Sainsbury ist quasi direkt vor der Tür, genauso wie eine Tube-Station. Die Zimmer sind schlicht und einfach, die Gemeinschaftsbäder sauber und die Aufenthaltsräume richtig schön. Das Frühstück morgens ist auch völlig in Ordnung und ich muss sagen, ich habe mich selten so wohl in einem Hostel gefühlt.

Adresse:
21-23 Longridge Road
London SW5 9SB


Wer gerne etwas mehr Privatsphäre hätte, ein paar Euros mehr ausgeben möchte und keine Probleme mit Platzangst hat, dem empfehle ich mal eine Unterkunft von "Studios2Let" zu buchen. Das geht allerdings nur über booking.com. Einfach mal in der Suchmaschine eingeben. Das Mini-Mini-Miniappartment, das mein Freund und ich damals hatten, war für uns perfekt. Die Tube-Station "Euston Square" liegt auch so gut wie vor der Haustür.





Adresse:
Studios2Let - North Gower
192 North Gower St, Camden, London, NW1 2LY



Mittwoch, 22. April 2015

HALLO.

Was ist wunderbarer als ein paar Tage einfach mal raus zu kommen. Eine andere, fremde Stadt zu erkunden. Nach schönen Restaurants und Cafés zu suchen, durch ein paar hübsche Läden zu schlendern... Für mich gibt es kaum etwas schöneres. 


Die Tasche ist schnell gepackt, der Flug gebucht und dann steht nur noch die eine Frage im Raum: Wo finde ich denn wohl die schönsten Ecken? Wo lohnt es sich besonders vorbei zu schauen?

So gut der ein oder andere Reiseführer auch sein mag - Tipps von einer guten Freundin oder einem Blog der mir gefällt sind mir dann doch die Liebsten. Aber wie oft habe ich gegoogelt, geklickt und geblättert und am Ende doch nicht mehr zu „DIESEM EINEN“ Artikel zurück gefunden.

Lange Rede, kurzer Sinn: dieser Blog soll zu einem kleinen Reiseführer werden. Ich möchte das „klein“ betonen, denn am Ende wird die Auswahl nur ein Bruchteil von dem sein, was die Städte dieser Welt so zu bieten haben. 

Trotzdem möchte ich ein Sammelsurium erschaffen, das dem ein oder anderen Reisenden einen schönen Nachmittag oder ein leckeres Mittagessen beschert. Ein bisschen Inspiration liefern und gerne auch Tipps zurück bekommen.

Dann fangen wir mal an.