Pegida, Fremdenfeindlichkeit - wer an die Stadt Dresden denkt, dem kommen seit einigen Monaten wahrscheinlich genau diese Begriffe in den Sinn. Dabei gibt es vor allem einen Stadtteil in Dresden in dem es bunter, offener und toleranter nicht sein könnte: die Neustadt. Eine Mischung aus Schanzenviertel (Hamburg), Friedrichshain (Berlin) und dem "Viertel" (im "Norddeutsch-Slang": Viddel) in Bremen - so ungefähr würde ich es beschreiben. Die Häuserwände sind besprayt, ein wunderschönes Café jagt das Andere und natürlich (wie es sich heute für ein alternatives Viertel gehört) kommen hier auch Vegetarier und Veganer voll auf ihre Kosten. Ein Aspekt den ich besonders für eine meiner Freundinnen betone, denn damit habe ich sie bestimmt direkt an der Angel.
Was bei einem ausführlichen Neustadt-Bummel auffällt, die Neustädter sind nicht nur gern mit dem Fahrrad unterwegs, sie bekommen auch ziemlich gerne Kinder. Noch nie hab ich so viele kugelige Bäuche und gefüllte Kinderwagen gesehen. Die oft auffallend jungen Eltern (ich spreche natürlich von Menschen in ihren Zwanzigern und nicht von 14-jährigen) sind gern auch schon mit zwei oder drei Kindern unterwegs. Tja, während der deutschen Politik im Angesicht des demographischen Wandels die Beine bibbern, scheint sich die Fruchtbar- und Paarungswilligkeit in der Dresdener Neustadt eingenistet zu haben. Aber kommen wir zurück zum Thema: meine Neustadt-Tipps.